Diana Gabaldon in Bonn

Sprachen wir irgendwann einmal von der Gnade des rechten Wohnortes?

Tun wir es wieder!

 

Diana hat meine Heimatstadt besucht und eine Lesung in einem der schönsten Kinosäle, die es in weitem Umkreis gibt, gehalten. Natürlich haben wir die Lesung zum Anlass genommen, ein Treffen der Forumsmädels zu veranstalten. Und siehe da, wieder saßen wir in meinem Garten, haben Kaffee und Sekt getrunken und uns des Lebens gefreut. Star des Nachmittags war übrigens unser neuer Hund, er heißt Schröder.

Sani war die erste, die am Nachmittag hier ankam, dicht gefolgt von Chrissy, Julia und Regina. Billie und Nina kamen leider etwas verspätet, sodass sie gerade noch einen von Sannis sensationellen Muffins essen und mit Chrissy auf deren Geburtstag anstoßen konnten.

Im Eiltempo ging es zur Straßenbahn, die ja innerhalb von zwölf Minuten in der Stadt ist. Bonn ist eben klein; eine Stadt der kurzen Wege. Ein kurzer Halt in dem Schnellrestaurant mit dem gelben "M", im Schweinsgalopp Richtung Kino, zwischendurch ein Anruf von Susann: Ich stehe schon hier, wo bleibt ihr denn?, und vor dem Metropol traf mich fast der Schlag: Eine Schlange bis auf den Marktplatz hinaus.


Der Eindruck war überwältigend
Mittendrin die ersten schwarzen T-Shirts von der Gruppe aus Steffis Bücherkiste. Wir kennen uns zwar nur flüchtig, freuen uns aber immer, die Mädels mit ihren tollen Shirts wiederzutreffen. Diesmal reichte die Zeit sogar für eine kurze Begrüßung. Steffi ist vor kurzem auch mal hier im Forum gewesen, kam aber dann nicht wieder rein. Schade, vielleicht klappt es bald wieder. Ich habe noch versucht, Bärbel per Handy zu erreichen, auch das ging nicht. Wir haben uns dann ein bisschen vorgedrängelt; wäre aber gar nicht nötig gewesen, denn: Wir saßen wieder war in der ersten Reihe – An Bärbel geht jetzt ein dickes Dankeschön für die Organisation der Reservierung.

Aus der zweiten Reihe kam die Frage: "Was muss man tun, damit man hier in der ersten Reihe sitzt?" – Die Antwort meiner Tochter Sabrina, mit der ganzen Chuzpe ihrer 12 Jahre: "Die Autorin persönlich kennen?" Kaum gesessen, wieder aufgestanden, Bärbels Mann Michael begrüßt.

Und dann ging es los: Die Begrüßungsreden hielten ein Herr von Bouvier (Thalia) und Sylvia Kuttny-Walser vom Blanvalet-Verlag, Spitzname "Frau Sylvia", und dann ging es los mit der Cologne Caledonian Pipe Band. Die können supergut spielen. Kompliment.

Auftritt Diana, gefolgt von Bärbel. Beide trugen – wie auch "Frau Sylvia" – das Bücherkisten-Shirt, was bei der Bücherkisten-Gruppe Erstauen, Applaus und Beifallspfiffe hervorrief.

Das Stehpult war zu hoch, die Ärmste konnte kaum drüberschauen. Der Saal war dunkel, sie konnte das Publikum nicht sehen. Von hinten die Frage: "Ob sie sich die Haare färbt?" – Wie unwichtig.

Und es war wieder einzigartig. Diana las zwei Stellen aus dem Buch vor, Bärbel gab vorher jeweils eine kurze Zusammenfassung auf Deutsch. Es gab diesmal keine Frage-und-Antwort-Stunde. In Anbetracht von 600 Zuschauern hätten wir die ganze Nacht dort verbracht, also stellte Diana die Frage selbst, und antwortete auch darauf. Eine der Fragen lautete denn auch: "Sind die Personen in den Büchern real?" – "Ja, manche. Margaret Campbell, John Quincy Myers … und eine von ihnen ist heute hier" … und jetzt kommt der Punkt, an dem ich rot wurde und am liebsten im Boden versunken wäre, aber das wisst ihr ja alle.


Das Pult war wirklich zu hoch

Während Diana richtig viel arbeiten, also neue Bücher, alte Bücher und Eintrittskarten signieren musste, haben wir uns in das Café verzogen, ein bisschen was getrunken und gewartet. Michael stieß dann irgendwann dazu. Prost Michael! *ggg*

Eine kurze Plauderei mit "Frau Sylvia", sehr nett, über das geplante Bier hinterher, dann war Diana irgendwann für uns da. Wieder signieren, eine herzliche Umarmung zur Begrüßung, Aufstellen zum Gruppenfoto, Posen für Einzelfotos, und dann die alles entscheidende Frage: "Gehen wir zusammen noch ein Bier trinken?" Ja, wir gingen. Leider war es schon so spät und alle, einschließlich Diana, sehr müde, dass es wirklich nur ein halbes Stündchen geworden ist. Aber auch dieses halbe Stündchen war schön. Ein bisschen geplaudert, über gefärbte Haare, den ersten Leser, deutsches Bier, Alkoholvergiftungen und Federweißen mit Zwiebelkuchen.

Das war eine lange halbe Stunde. Und auch hier noch mal unseren Dank und unser Kompliment an Bärbels Mama. Den Dank für das Bier und das Kompliment für die Englischkenntnisse.


Kurz vor Ende des Abends
Abschied auf dem Bonner Marktplatz; irgendwie wollte sich keiner so recht trennen. Zumindest von uns nicht, aber dann doch der Ruck: Los, wir müssen jetzt gehen. Zurück zur Bahn, in die (Hotel-)Betten, am nächsten Vormittag noch einen Kaffee mit Chrissy, Sani, Julia und Regina. Und der Wind trieb uns weg; Chrissy an den Bodensee, Sanni nach Celle,  unsere Zwillinge im Geiste – Billie und Nina – nach Braunschweig, Regina auch weg, der Rest ist einfach in Bonn geblieben und wartet auf das nächste Mal.

Nachtrag:

... und weil Julia meinem Bericht zufolge auch noch in Bonn ist, anstatt nach Oldenburg gefahren zu sein, machen wir in Bonn eine WG auf, lassen uns als Schriftstellerteam nieder, werden reich und berühmt und wenn sie nicht gestorben sind, leben sie noch heute ... *rofl*